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Östrogene und ihre Metaboliten – Chancen für die Krebsprävention

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Kurzübersicht

Östrogene sind wichtige Taktgeber für den Menstruationszyklus und die Schwangerschaften in den fruchtbaren Jahren der Frau. Mit den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion der Frau dann sukzessive ab, um sich in der Postmenopause auf niedrigem Niveau einzustellen. Diese Hormonabnahme geschieht vor allem in den Ovarien. Andere Bildungsorte, wie z. B. die Nebennierenrinde und das Fettgewebe, lassen zwar in der Hormonbildung ebenfalls nach, bleiben als Produktionsstätten jedoch aktiver. In der Postmenopause liegt also nicht nur ein niedrigerer Gesamt-Östrogenspiegel vor als in den fruchtbaren Jahren, auch das Hormonmuster hat sich geändert. Damit hat sich bei postmenopausalen Frauen der Anteil der schwach wirkenden Östrogene Östron und Östriol im Verhältnis zum stark wirksamen Östradiol erhöht.

Östrogene und ihre Metaboliten –  Chancen für die Krebsprävention

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so entstehenden Endprodukte des Östrogenabbaus sind besser wasserlöslich als die Ausgangsstoffe und können dadurch leichter vom Körper ausgeschieden werden (renal und biliär). An dieser Stelle sind nur die Methylierungsschritte bedeutsam. Sie werden durch das Enzym Catechol-O-Methyltransferase (COMT) vermittelt. COMT benötigt als Kofaktoren Magnesium, Kalium und S-Adenosylmethionin (SAM). Aus dem Katecholöstrogen 2-Hydroxy-Östron (2OHE) entsteht durch COMT zuerst 2-Methoxy-Östron (2MeOE1). In nachfolgenden COMT-Methylierungsschritten werden weitere Veränderungen an diesem Stoff eingeführt. Alle Abbauwege, die vom 2OHE1 ausgehen, werden nach der Position der Reaktion am Östron als 2-Hydroxylation-Pathway bezeichnet. Alle Zwischen- und Endprodukte dieses Abbauweges haben nur eine geringe Affinität zum Östrogenrezeptor. Damit haben sie eine äußerst geringe Östrogenwirkung und können den Körper im Hinblick auf das karzinogene Risiko (durch alle Stoffe mit stärkeren östrogenen Wirkungen) schützen: Eine Konzentrationsüberlegenheit der protektiven 2-OH-Metaboliten stellen am Rezeptor eine Konkurrenz zu stärkeren Östrogene dar. Anders wirkt 4-Hydroxy-Östron (4OHE1). Es hat eine starke Östrogen- und damit prokarzinogene Wirkung. Es kann Chinone bilden, die DNA-Mutationen induzieren und die Bildung maligner Tumore Abb. 2 Östrogenabbau Die abbauenden Enzyme CYP und COMT Das Enzym COMT wird auch beim Abbau von Stresshormonen benötigt. Hier liegt ein Zusammenhang zwischen Stress, dem Haushalt der Geschlechtshormone und einer Risikoerhöhung für Krebs: Je mehr Stresshormone da sind, die durch eine COMT-vermittelte Methylierung entgiftet werden müssen, desto weniger COMT steht für den zweiten und v. a. im 4-Hydroxylation-Pathway entscheidenden Schritt der Östrogene-Umsetzung zur Verfügung. Die Zwischenprodukte können sich dann anreichern und in kritischen Konzentrationen vorliegen. Auf ähnliche Art kann ein Polymorphismus des COMT-Gens diese Umsetzung behindern [4]. Ebenfalls können Polymorphismen des CYP P450 vorliegen, die die Phase-I-Umsetzung des Östrogenabbaus positiv oder negativ beeinflussen.

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Autor Dr. med. Burkhard Schütz, Andrea Thiem
Seitenzahl 5

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